Schon der Bandname lässt vor allem Nichtschwaben aufhorchen, so dass die Frage über die Bedeutung des Wortes nicht ausbleibt:

 

Als „Gluzger“ wird hierzulande der Schluckauf bezeichnet, in anderen Gegenden des Schwabenlandes auch „Häcker“, „Hickser“, „Glugser“ oder ähnlich genannt. Bekanntermaßen entsteht dieser  in der Regel nicht nur aber auch durch den übermäßigen Genuss alkoholischer Getränke, was allerdings nicht Hintergrund für den Bandnamen war. Diese Namensgebung liegt bereits über 50 Jahre zurück, als ein gleichnamiger Stammtisch in Rottenburg einen „Reing’schmeckten“ aufnahm, der regelmäßig den ‚Gluzger‘ mit dem ‚Rülpser‘ verwechselte und ... diesem Kreise entstammt die Band. Zwischenzeitlich hat sich auch eine weitere Erläuterung des Namens etabliert:

 

                   G = granademäßig

                   L = laut

                   U = und

                   Z = zemlich

                   G = gued

                   E = em

                   R = Rhythmus!

 

 

Nunmehr fast 40 Jahre machen die 6 Hobbymusiker ihren weit über die Landesgrenzen hinaus bekannten „Schwôbajazz Pur!“: Dixieland, Blues sowie eigene Titel in schwäbischer Mundart. Bei ihren Auftritten legen sie ganz besonderen Wert auf den Kontakt mit dem Publikum, um diesem den Spaß an der Musik weiter zu geben. Und wenn es dann auch mal im ¾-Takt oder rumba-rhythmisch abgeht, zeigen die 6 ihre ganze Vielseitigkeit, die mitunter auf mehreren CD’ s zu hören ist. Auch bei Reisen zu diversen nationalen und internationalen Festivals nach Frankreich, Schweiz, Österreich, zweimal nach Rio de Janeiro, beim Dixiefestival „ALDIANA“ auf der Insel Djerba/Tunesien und sechsmal in die „gute, alte Stube des Jazz“, New Orleans, hat die Band dies unter Beweis gestellt. Mittlerweile hat sich in anderen Landesteilen unserer Republik herumgesprochen, dass die Band beste Laune versprüht, auch wenn die sprachlichen Barrieren doch nicht ganz von der Hand zu weisen sind. Doch Dixieland, Bier und gute Laune verbindet, und das ist international!

So ist auch bei den „GLUZGERN“ durchaus mal ein ‚Gluzger‘ möglich, um bei der obigen Einführung zu bleiben.

 ©Die GLUZGER 2016

 

 

 

Kurt "Kurrle" Wettemann war 1978 Mitbegründer der Band, spielte Klarinette bis 1997 und verhalf durch seinen Esprit und den lockeren Ansagen unserem "Schwôbajazz" zum heutigen Erfolg.

Ralf „Raffaele“ Wettemann –Sohn von Kurrle- gehörte ebenfalls zu den Gründern der Band (1978 - 2003). Er war damals mit 15 Jahren das jüngste Mitglied, arrangierte später als "gschdudierter" Schlagzeuger verschiedene Titel und stellte oftmals sein Können als Sänger mit amerikanischem Slang unter Beweis.

Nachruf:

 

Unser lieber Freund und musikalischer Weggefährte Jupp Horwath ist am 16.01.2017 nach kurzer und schwerer Krankheit verstorben.

Wir trauern um einen außergewöhnlichen Menschen und Bandkollegen, der uns viel zu früh verlassen musste.

In seinem Sinne werden wir weiter Musik machen.
Mach´s gut, lieber Jupp!

 

Unseren Jupp mit seinem „Goldenen Klo“, wie er sein Sousaphon liebend nannte, kannte man schon aus der Reutlinger Jazzszene, wo er jahrelang bei einer dortigen Dixielandband als Basser mitwirkte und bei einigen Studioaufnahmen vertreten war. Berufsbedingt musste er sein Instrument zunächst in die bekannte Ecke stellen. Erst mit den GLUZGERn, bei denen er 1992 einstieg, entdeckte er sein Hobby neu und „hupte“ wieder mit Begeisterung. Wie sagte ein Szenenkenner in New Orleans: „Das Sousaphon wurde nach Juppes Figur gemacht, es passt zu niemandem besser!“  Wie recht er hatte! Jupp war selbständiger Kfz-Mechanikermeister.

 

 

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